Mit dem Linken Zentrum wollen wir in Offenbach einen dauerhaften Ort für solidarische, klassenkämpferische und sozialistische Politik schaffen. Einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich kennenlernen, diskutieren, organisieren und gemeinsam an gesellschaftlicher Veränderung arbeiten können.

Offenbach ist eine Stadt, in der soziale Widersprüche besonders sichtbar sind: niedrige Einkommen, steigende Mieten, Verdrängung, Rassismus, prekäre Arbeit und soziale Unsicherheit gehören für viele Menschen zum Alltag. Gleichzeitig gibt es hier eine lange Geschichte von Arbeiter:innenbewegung, migrantischer Selbstorganisation und solidarischen Kämpfen. Daran wollen wir anknüpfen.

Schon jetzt bringt sich die Initiative für ein Linkes Zentrum politisch in der Stadt ein: bei Aktionen und Veranstaltungen rund um den 1. Mai, den 8. März und in der Auseinandersetzung mit antifaschistischer Erinnerungskultur. Der Bezug auf Änne Salzmann, Offenbacher Kommunistin, Gewerkschafterin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, ist für uns dabei zentral. Ihr Leben erinnert uns daran, dass Solidarität, Antifaschismus und Klassenkampf zusammengehören — gestern wie heute.

Das Zentrum soll ein lebendiger Ort in der Stadt werden, der Begegnungen und (linkes) Sozialleben ermöglicht. Hier könnten politische Veranstaltungen, Lesekreise, Volksküchen, Kulturabende, Beratungsangebote, Gruppentreffen, Workshops, solidarische Nachbarschaftsarbeit und Vernetzung stattfinden. Auch eine kleine linke Bibliothek, Arbeitsplätze für solidarische Projekte oder Räume für Initiativen sind denkbar.

Unser Ziel ist es, Infrastruktur für Gegenmacht von unten zu schaffen: unabhängig, langfristig abgesichert und offen für alle, die sich gegen Ausbeutung, Faschismus, Rassismus, Krieg, Verdrängung und Vereinzelung organisieren wollen. Das Linke Zentrum soll ein Ort werden, an dem Solidarität praktisch wird.